Stefan Gabel 03/25/2026
2 Minuten

 
Die Kontrolle der Umgebungsbedingungen ist für genaue und wiederholbare Dichtheitsprüfergebnisse unerlässlich und ein häufig übersehener Faktor. Schwankungen des Luftdrucks können druckbasierte Dichtheitsprüfverfahren erheblich beeinflussen und zu instabilen und verzerrten Messungen und sogar zu falschen Fehler- oder Pass-Ergebnissen führen.

 

Um eine zuverlässige Leistung zu gewährleisten, ist es entscheidend zu verstehen, wie der Umgebungsdruck mit Ihrem Dichtheitsprüfsystem interagiert, und Strategien zu seiner Überwachung, Kompensation und Stabilisierung zu implementieren. Durch besondere Prozessaufbauten können Hersteller die Konsistenz der Prüfungen verbessern und die Messunsicherheit verringern. 

 

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Was ist Umgebungsdruck?

Umgebungsdruck bezieht sich auf den atmosphärischen Druck in der Umgebung, in der eine Prüfung durchgeführt wird. In einer Fabrikhalle ist der Umgebungsdruck selten vollkommen stabil. Tägliche Wetteränderungen, das Öffnen von Türen, Druckluftstöße und Temperaturschwankungen können zu kleinen, aber messbaren Druckschwankungen führen.


Wie wirkt sich der Umgebungsdruck auf die Dichtheitsprüfung aus?

Bei druckbasierten Lecksuchverfahren – wie Druckabfall-, Differenzdruck- oder Massendurchflussprüfungen – bezieht sich das Messsystem häufig direkt oder indirekt auf den Umgebungsdruck. Jede Änderung des umgebenden Luftdrucks kann Einfluss haben auf:

  • den gemessenen Druck im Inneren des Prüfteils
  • den Referenzdruck in Sensoren
  • Die Stabilität der Null- oder Basiswerte
  • den Differenzdruck über dem Prüfling

Wenn beispielsweise der atmosphärische Druck während eines Prüfzyklus sinkt, erhöht sich der Druckunterschied zwischen dem Inneren des Prüfteils und der Umgebung geringfügig. Dadurch können sich die Leckraten vorhandener Lecks im Bauteil leicht verändern. Gerade bei hochempfindlichen Anwendungen mit langen Zykluszeiten kann dies zu einem Problem werden.

 

Wenn Sie große Komponenten wie Batteriefächer oder Kraftstofftanks, dünne Materialien wie Plastiktüten und/oder bei niedrigen Drücken (d.h. z.B. wenige mbar Prüfdruck) testen, können Änderungen des Umgebungsdrucks einen enormen Einfluss auf die Testergebnisse haben. Selbst eine kleine Differenz von wenigen mbar kann die Messung erheblich beeinflussen.


Wie können Hersteller den Umgebungsdruck kontrollieren?

Die Konstruktion der Maschine und der Vorrichtung ist für die Kontrolle dieser Faktoren von großer Bedeutung. Der Schlüssel liegt darin, die Prüfung so zu gestalten, dass sie die Umgebung absorbiert oder das Teil vor der Umgebung rund um die Maschine schützt, um möglichst zuverlässige und wiederholbare Messergebnisse zu erzielen.

 

Die Kontrolle des Umgebungsdrucks bei Dichtheitsprüfungen beginnt mit der Messung und Kompensation. Durch die Integration eines barometrischen Referenzsensors in das Prüfsystem können atmosphärische Schwankungen in Echtzeit überwacht werden, sodass das Prüfgerät Veränderungen während des Prüfzyklus erkennen und/oder korrigieren kann. Darüber hinaus trägt die Isolierung der Prüfstation von Zugluft, Klimaanlagen und Bereichen mit hohem Luftstrom dazu bei, kurzfristige Druckstörungen zu reduzieren und daraus resultierende Strömen abzuschotten.

 

Bei hochpräzisen Anwendungen verbessert die Aufrechterhaltung einer stabilen, klimatisierten Testumgebung und das Angleichen der Teile vor dem Test die Wiederholbarkeit zusätzlich. Durch die Kombination von Umgebungsstabilität und aktiver Druckkompensation können Hersteller Umwelteinflüsse minimieren und konsistente, zuverlässige Dichtheitsprüfergebnisse gewährleisten.


Benötigen Sie Hilfe bei der Kontrolle des Umgebungsdrucks während Ihrer Dichtheitsprüfung? Kontaktieren Sie uns!

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